Die Laservermessung der Pielach: Ofenloch bis Neubacher Au

Im Rahmen der Kulturtage Loosdorf hat Gottfried Mandlburger unter dem Titel Die Laservermessung der Pielach: Ofenloch bis Neubacher Au über unsere Laserscanning-Aktivitäten im Raum Loosdorf in einem Vortrag berichtet.

Kurzfassung:
Moderne Messgeräte erlauben die Erfassung der Geländeoberfläche, des Gewässerbettes, und der Vegetation vom Flugzeug aus mit sogenannten Laserscannern. Das Gelände wird dabei mit sehr schnell aufeinander folgenden Laserstrahlen abgetastet und die Distanzen zu verschiedenen Objekten (Häuser, Bäume, Sträucher, Wasseroberfläche, Flussbett, fester Boden) werden aus der Laufzeit des Signals ermittelt. Daraus ergibt sich ein vollständiges 3D-Modell des erfassten Bereichs. Seit Anfang 2013 führt die TU Wien (Department für Geodäsie und Geoinformation) auf Initiative von Gottfried Mandlburger in Zusammenarbeit mit dem Scanner-Hersteller (Firma Riegl, Horn) Befliegungen im Bereich der Pielach (Ofenloch-Loosdorf-Neubacher Au) durch. Dadurch konnten beispielsweise die Veränderungen des Flussbettes durch die Hochwässer 2013 und 2014 präzise erfasst werden. Durch neueste Entwicklungen ist es mittlerweile möglich, kompakte Laserscanner auch auf unbemannten, ferngesteuerten Fluggeräten – sogenannten UAVs oder Drohnen – zu montieren. Mit so einem System wurde die Neubacher Au aus 30-50 m Flughöhe im Rahmen eines Experiments erfasst. Das Resultat sind 3D-Punkte mit einer noch nie dagewesenen Dichte von mehr als 1000 Messpunkten pro Quadratmeter, welche die einzelnen Bäume der Au vom Stamm bis zu den Spitzen detailliert erfassen und in der auch die mittlerweile zum Wahrzeichen der Au gewordenen Konik Pferde abgebildet sind.

Die NÖN berichtete darüber in ihrer Ausgabe 15/2016, siehe PDF unten.

Files:
NOEN_15-2015.pdf145 K
26.04.2016
Category: Photogrammetry

Eines der unbemannten Fluggeräte im Einsatz ...

... über der Pielach.